Informationen Silves und Mâcon

Liebe Eltern und Erziehungsberechtigte, liebe Schülerinnen und Schüler,

aufgrund der geltenden Erlasslage müssen auch bereits geplante Schulfahrten in diesem Schuljahr abgesagt werden. Davon betroffen sind auch die Austausche mit Mâcon (Frankreich) in Klasse 9 und mit Silves (Portugal) in der Einführungsphase. 

Mit unserer Partnerschule in Mâcon stehen wir derzeit im Austausch über eine Verschiebung in den September. Sollte dies nicht möglich sein, werden wir bereits gezahlte Beiträge nach Abwicklung des Rückerstattungsverfahrens bei der Deutschen Bahn und der Aufnahme des normalen Schulbetriebes an Sie zurückgehen lassen.

Der Austausch mit Silves wird in diesem Schuljahr nicht stattfinden. Bereits gezahlte Beiträge für diesen Austausch werden wir nach Aufnahme des normalen Schulbetriebs an Sie zurückgehen lassen. 

Weitere Informationen hierzu erfolgen, sobald wir absehen können, wann die Schule wieder öffnet.

Mit freundlichen Grüßen

Sebastian Kurtenbach und Jessica Schnittger (Austauschkoordination)

Jasmin Grzyb-Budeus (Silves Austausch)

Laura Leilich (Mâcon Austausch)

Auschwitz-Fahrt

Hier geht es zum REISEBLOG der Fahrt.

75 Jahre nach der Befreiung von Auschwitz durften wir auf den Spuren der Häftlinge laufen und die grausamen Bedingungen mit eigenen Augen sehen: Das Gymnasium an der Schweizer Allee war vom 20. Februar bis zum 25. Februar 2020 erstmals auf einer Gedenkstättenfahrt nach Oświęcim .

Auf dem Plan standen der Besuch der Konzentrationslager Auschwitz I und Auschwitz II Birkenau sowie ein Zeitzeugengespräch und eine Stadtführung durch das jüdische Zentrum mit Besichtigung einer Synagoge.

Donnerstag, 22.02.2020, 22:10, Lehrerparkplatz am Gymnasium an der Schweizer Allee in Aplerbeck, 43 Schüler und 4 Lehrer begeben sich auf eine Reise, die sie hoffentlich nie vergessen werden. Die geplante Fahrzeit betrug 10 Stunden. Eine Zeit, in der jeder für sich in Gedanken schwebte. Eine Zeit, in der Erwartungen, Wünsche, Ängste und viele Fragen aufkamen. Wie wird diese Fahrt auf uns wirken? Wie werden wir die Eindrücke verarbeiten? Wird uns diese Fahrt verändern? Wie soll ich dieser Fahrt entgegenblicken?

In einem Notizbuch konnten wir unsere Gedanken niederschreiben und zum Ausdruck bringen. Das erste Mal erhielten wir das Buch auf der Hinfahrt: „So unterwegs kommen bisher nicht so viele Gedanken. Ich weiß nicht, was ich erwarten kann. Ich habe eher Angst den Ort zu sehen, an den ich vor 78 Jahren gekommen wäre, weil ich ich bin[jüdisch]. Die Angst zu spüren, die dort in der Luft hängt und die tote Hoffnung von 1,1 Mio Menschen hautnah zu erleben ist furchteinflößend.“ (Katja, Q2).

Nach Ankunft in der Unterkunft und einem stärkenden Mittagessen besichtigten wir die kleine Stadt Oświęcim . Wir schauten uns eine Synagoge an, die im zweiten Weltkrieg als Waffenlager diente und bekamen in dem jüdischen Museum einen Einblick in das Leben der ehemaligen jüdischen Stadtbewohner. „Die Stadt war grau und nahezu lieblos. Die Bauart schrie nahezu nach Erneuerung und Hilfe. An vielen Stellen schlich einem ein ungutes Gefühl die Haut entlang und man konnte ein Schlucken nicht unterdrücken.“ (Tabea, Q2).

Bisher konnten wir nur kurze Blicke auf das Stammlager werfen. Wir gingen voller Ungewissheit auf den nächsten Tag schlafen. Um 8:30 Uhr am nächsten Tag befanden wir uns in der Schlange vor dem Eingang des Stammlagers. Beim Eintreten fiel uns sofort das Tor mit der Aufschrift „Arbeit macht frei“ in die Augen. Das Gefühl sich wirklich dort zu befinden und nicht nur auf ein Bild in unserem Geschichtsbuch zu schauen, ging den meisten Schülern sehr nahe. Ein Guide führte uns durch Auschwitz I. Wir verbrachten mehrere Stunden dort und uns wurden Bilder vor Augen geführt, die für uns unvorstellbar waren. Die Menge an Haaren, die riesige Anzahl von Kinderschuhen, Bürsten, Töpfen, Kleidung, Brillen und die unbegreiflich lange Liste an Namen von ermordeten Menschen. Die Besichtigung des Krematoriums, der Todesmauer sowie den Blöcken. Die Einblicke im Zusammenhang mit der Geschichte dieses Ortes brachte uns eine unvergessliche Erfahrung und ein tieferes Verständnis für die damalige Zeit. „Obwohl ich bereits mehrfach Berichte über Auschwitz gesehen habe und faktisch bereits viel wusste, war ich doch sehr geschockt. Besonders die lange Liste mit den Namen und noch viel schlimmer die große Zahl deren, dessen Namen nicht bekannt sind, fand ich sehr bedrückend. Menschen wurden reduziert auf Nummern, nichts weiter.-Kurz wundervolle Lebewesen, denen alles genommen wurde, jegliche Würde, Menschlichkeit und auch ihre Geschichte, vieles ist für immer verloren. Ich weiß nicht, was ich fühle, es ist verwirrend und ich frage mich einfach nur wieso? Wie? Ich kann die Menschen auf den Bildern kaum ansehen, obwohl ich eine recht große Distanz zu den Ereignissen habe. Wie konnte man so etwas Schreckliches zulassen? Wie konnte man abends ruhig schlafen, wenn man dort arbeitete? Es gibt Fragen, auf die ich wahrscheinlich nie eine Antwort haben werde. Meine Hoffnung ist einfach, dass sich so etwas nie wiederholen wird.“ (Jonas Kl., Q2)

Nach der geführten Besichtigung konnten wir uns Auschwitz nochmal individuell ansehen. In den National- Ausstellungen verbrachten wir mehrere Stunden. Dort wurden wir unter anderem über Sichtweisen der verschiedenen Ländern informiert.  Viele von uns blieben bis zum Abend.

Nach dem Abendessen sprachen wir gemeinschaftlich über unsere Eindrücke, Gefühle und Gedanken.

Am nächsten Tag, Sonntag, besuchten wir Auschwitz-Birkenau. Es regnete. Zuerst begaben wir uns in den Turm und konnten uns einen Überblick verschaffen. Da es geregnet hat, konnte man nicht bis zum Ende des Lagers schauen. Zu dem Zeitpunkt war den Meisten von uns noch nicht klar, wie unvorstellbar groß Auschwitz-Birkenau wirklich war. Wir gingen über den matschigen Boden, über den die Gefangenen vor 78 Jahren auch gegangen sind und besichtigten die Baracken, in denen die Gefangenen so großes Leid verspüren mussten, sodass es für uns heute unvorstellbar ist.

Das einzige Ziel der Nazis war es, so schnell wie möglich so viele Menschen wie möglich umzubringen. Die Krematorien waren noch größer als im Stammlager. Diese konnten wir nicht besichtigen, da sie kurz vor Ende des Krieges gesprengt wurden, um Beweise zu vernichten. Im hinteren Teil des Lagers umgaben uns Bäume und Seen. Idyllisch könnte man denken. Nur umgab uns immer noch dieser bedrückende Stacheldraht und die Asche von Tausenden Menschen, die in den Seen lag. Wir gingen in Gedanken zurück zum Eingang. „Und wieder einmal habe ich erfahren, wie schlecht man sich vorstellen kann, was für Ausmaße die Geschichte annehmen kann. Wie ein Blick durch ein Fenster einen so schockieren kann, wird mir weiterhin ein Rätsel sein. Schockierend und beängstigend… so empfand ich die Eindrücke des KZs Auschwitz Birkenau.“ (Hendrik, Q2)

Bevor wir nach Krakau gefahren sind, verabschiedeten wir uns von Auschwitz. Dafür sind wir an den Ort gefahren, an dem die Juden in den überfüllten Wagons angekommen sind und sich auf den Weg ins Konzentrationslager machen mussten. Dort haben wir nochmal der Opfer gedacht und ihnen unseren Segen gegeben, indem wir Blumen und Steine hinterließen.

In Krakau angekommen, bereiteten wir uns schon auf das Zeitzeugengespräch vor. Die Zeitzeugin, Rena Rach, war eine Dame, die im Krakauer Getto geboren wurde und mit ihrer Mutter geflohen ist, damit sie überleben konnte. Aus Schutz musste sie sich von ihrer Mutter trennen und wurde von Adoptiveltern aufgezogen. Die Zeitzeugin war eine sehr liebenswürdige Frau, ihr in die Augen zu schauen und dabei ihrer Geschichte zu zu hören, ist vielen Schülern sehr nahe gegangen.

Nach diesem anstrengenden Tag hatten wir Zeit auf eigene Faust die Stadt Krakau zu besichtigen oder sich einfach in ein schönes Restaurant zu setzten und den Tag ausklingen zu lassen.

Am nächsten Tag, unserem letzten Tag, führte uns ein Guide durch Krakau, insbesondere durch das jüdische Viertel Kazimierz, und erzählte uns die Geschichte, die der Stadt hinterliegt. Uns wurde die polnische Kultur näher geführt, indem wir eine besonders typische Mahlzeit bekamen. Als Abschluss der Fahrt gingen wir alle zusammen in ein jüdisches Restaurant. Bei Kerzenschein und gemütlicher Atmosphäre aßen wir ein letztes Mal zusammen und hörten dabei einem jüdischen Trio bei Klezmer Musik zu.

 „Nun machen wir uns auf den Weg, Krakau und dementsprechend Polen zu verlassen. Und ich muss sagen: Es war wirklich die beste Fahrt, die ich miterleben durfte. Ich bereue es auf keinen Fall mitgefahren zu sein. Es war eine Fahrt voller Emotionen, neuer Eindrücke und Erfahrungen und, wenn ich ehrlich bin, auch viel Spaß am letzten Tag. Ich werde auf jeden Fall viel mit nach Deutschland nehmen. Auschwitz hat mich wirklich auf eine Art und Weise geprägt und ich bin mit Sicherheit nicht die Einzige. Danke für diese einzigartige Möglichkeit.“ (Katrin, Q2)

Die Fahrt war ein unbeschreibliches Erlebnis für uns. Es hat uns der Geschichte nähergebracht und uns individuell erfüllt. „Diese Fahrt werde ich nie vergessen. In einer Art und Weise hat diese Fahrt mich geerdet. Sie hat mir gezeigt, dass unsere Alltagsprobleme nichts dagegen sind. Wir sollten einfach nur dankbar für jede Sekunde in unserem Leben sein und unsere Zeit mit Menschen verbringen, die wir lieben.“

Auschwitz-Fahrt

🇨🇵 Bienvenue au GADSA! 🇨🇵

Vom 19. bis zum 25. Januar durften wir am GADSA 12 Schüler*innen unserer französischen Partnerschule, dem Lycée Polyvalent Privé Frédéric Ozanam in Mâcon, begrüßen. Es war eine erlebnisreiche und sehr schöne Woche und wir freuen uns schon auf unseren Rückbesuch in Mâcon im März!

Montag, 20. Januar 2020

Am Montag haben wir uns zuerst in der Schule getroffen, um über das Programm zu reden und uns alle kennenzulernen. Anschließend hatten wir eine Stunde Unterricht, wodurch unsere Austauschschüler unsere Klasse und den Unterricht gesehen haben. Als die Stunde vorbei war, haben sich alle getroffen und wir sind zusammen in die Stadt gefahren, um das Rathaus zu sehen. Im Rathaus angekommen, haben wir dann eine Führung von Leonards Großvater und ehemaligen Bürgermeister, Herrn Miksch, bekommen, der uns den Saal der Partnerstädte gezeigt und vieles über die Geschichte Dortmunds erklärt hat.

Während der Pause zwischen den zwei Veranstaltungen, welche wir in der Thier- Galerie verbracht haben, bestand die Möglichkeit die Eindrücke des Vormittags zu reflektieren. Gegen 14 Uhr startete der aktive Teil des Tages, indem wir in kleinen Gruppen eine Rally durch Dortmund gemacht haben. Während der Rally haben auch die deutschen Schüler viele neue und interessante Sachen erfahren. Schluss des ganzen Programms war um 15:45 Uhr, wobei danach der meiste Teil der Gruppe noch etwas zusammen unternommen hat.

Leoni Neuhaus (9D) und Salome Pudig (9E)

Dienstag, 21. Januar 2020

Heute haben wir gemeinsam mit unseren Austauschschülern eine Führung durch das BVB-Stadion gemacht und das Büro von Radio 91.2 besucht.

Wir fuhren alle gemeinsam mit der Bahn zum Stadion und hatten eine Führung. Dort haben wir unter anderem die Kabine der Spieler, die Sitzplätze der Sponsoren und die Südtribüne gesehen.

Beim Radio wurden wir von Steffi Strecker durch das Büro geführt und durften bei einer Liveaufnahme im Tonstudio zuhören. Zudem wurden uns auch uns von der Stimme bekannten Radiosprecher vorgestellt.

Am Abend trafen wir uns wieder um 19 Uhr an der Schule zu einer netten Runde unter uns. Wir haben Musik gehört, Snacks gegessen und hatten den ganzen Tag viel Spaß!

Von Jolina Eull (9D) und Julie Grabst (9D)

Mittwoch, 22. Januar 2020

Am Mittwoch haben wir die ersten beiden Stunden gemeinsam mit unseren Austauschschülern im Unterricht verbracht. Danach sind wir nach Bochum gefahren. Dort haben wir zuerst das Planetarium besucht, wo wir einen Film über die Sterne, Galaxien und Planeten unseres Sonnensystems gesehen haben. Die Musik und die gemütlichen Sitze haben leider dazu geführt, dass einige von uns eingenickt sind.

Nach einer Mittagspause, in der wir die Bochumer Innenstadt erkunden konnten, waren wir im Deutschen Bergbaumuseum. Dort wurden wir durch das Lehrbergwerk geführt. Zum Schluss waren wir auf einem Förderturm, von wo aus wir eine gute Sicht über Bochum hatten. Insgesamt war es ein sehr schöner Tag!

Mirja Michael (9E), Lilly Jansen (9E) und Lenya Ostrowski (9A)

Donnerstag, 23. Januar 2020

Heute waren wir mit unseren französischen Austauschpartnern in der Augmented Climbing Hall. Was man eigentlich mit Klettern verbindet sind hohe Wände, viele Sicherungen und viele Anweisungen. Doch in der Climbing Hall ist es anders. An nur drei Meter hohen Kletterwänden benötigt man keine Sicherung, da man auf eine weiche Sportmatte fällt.

Beim Augmented Climbing werden Videospiele an die Wand projiziert und die Kletterrouten über einen Scanner ausgewertet. Wir konnten mit 4er Gruppen eine eigene kleine Kletterwand „bearbeiten“. Hierfür gab es unterschiedliche Spiele. Z.B. durfte man eine selbst am Display gestaltete Route nachklettern. Dabei konnte man Hindernisse einbauen und den Schwierigkeitsgrad so individuell einstellen.

Es war für alle eine neue Klettererfahrung, die viel Spaß gemacht hat!!!

Nachmittags hatten wir Zeit zur freien Verfügung und viele von uns waren im Dortmunder Eissportzentrum an den Westfalenhallen. Kaum ein Austauschschüler hat vorher auf Schlittschuhen gestanden, trotzdem haben sie sich dafür sehr geschickt angestellt. Gemeinsam haben wir viel gelacht und uns gut verstanden.

Insgesamt wieder ein schöner, erlebnisreicher Tag!

Nils Jacobowsky (9D)

Freitag, 24. Januar 2020

Einige von uns hatten die einen oder anderen Probleme mit dem Aussteigen aus dem Zug, aber das ist ein anderes Thema. In der DASA bekamen wir eine Führung und es wurden uns in zwei verschiedenen Gruppen viele interessante Dinge, zum Beispiel der größte Computer der Welt, präsentiert. Uns wurde etwas dazu erklärt und wir durften alles kurz ausprobieren.

Nach der Führung hatten wir noch etwas Zeit, uns Ausstellungen zu den Themen Sport und Technik und dem Tod anzusehen. Das Highlight des Tages kam allerdings erst am späten Abend, als der Ballspielverein Borussia Dortmund den 1.FC Köln im Westfalenstadion empfangen hat – und wir waren vor Ort mit dabei!

Es war ein großartiges Spiel, in dem sich der BVB klar mit 5:1 durchsetzte. Ich bin mir sicher, dass jeder diesen Tag genießen konnte!

Leonard Miksch (9B)

Berlinfahrt Q2

Mittwoch, 15.01.20

Nach einer vierstündigen Zugfahrt checkte unsere Stufe gegen Viertel nach drei im Hotel ein. Jedoch ließ der erste Stimmungskiller nicht lange auf sich warten: Nur wenige von uns konnten direkt in ihre Zimmer, während die anderen Schüler sich auf ihr jeweiliges Programm vorbereiteten.

1. Programmpunkt: Stadtführung durch Berlin

Die Geschichte Berlins ist natürlich alles andere als schnell und einfach nachzuerzählen, allerdings waren sowohl Schüler/innen, als auch manche Lehrer/innen gelangweilt von der Art und Weise, wie diese nacherzählt wurde. Allerdings stellte sich heraus, dass die Gruppe von Frau Heisig und Frau Levin eine weitaus interessantere Stadtführung hatte und vollkommen zufrieden war.

Alles in allem ist eine Stadtführung in Berlin wohl empfehlenswert, für Leute, die kein Interesse an der Geschichte unserer Hauptstadt haben, ist es dann aber doch eher nichts.

2. Programmpunkt: Vaganten Bühne, Shakespeares gesammelten Werke

Nach knapp zwei Stunden Freizeit ging es für uns zur Vaganten Bühne, wo uns ein Theaterstück über Shakespeares gesammelten Werke erwartete. Andere gingen in das Kanzleramt oder in den Zirkus Angela. Die Meisten erwartete ein für Schüler langweiliges Schauspiel, da Shakespeare den ein oder anderen bereits im Englischunterricht abgeschreckt hatte – So sollte es allerdings nicht kommen!

Spätestens nachdem der Erzähler des Theaterstücks die Worte, „Es ist natürlich schwierig alle Stücke Shakespeares mit drei Schauspielern zu spielen. Deshalb sind es bei uns zwei!“, aussprach war jedem von uns klar: Das wird kein normales Theaterstück! Und wir sollten nicht enttäuscht werden. Von beabsichtigten Textaussetzern, über grandiose Improvisation, bis hin zu genialen Anspielungen war alles dabei. Beispielhaft dafür war der Verlust eines Schuhs von einem der Schauspieler. So flog dieser in‘s Publikum, worauf der Schauspieler sagte: „Entschuldigung, ich wollt eigentlich Sie treffen!“. Auch das Publikum wurde in das Stück miteinbezogen, weshalb der gute Samuel „verwirrte“ Sprünge auf der Bühne machen durfte. Das von Frechheit, Dreistigkeit und Ironie geprägte Stück bekam auch nach Ende der Vorstellung durch die Bank weg gutes Feedback. Es verging keine Minute, in der nicht gelacht wurde und man merkte uns allen an, dass wir merklich überrascht waren, von dem, was wir dort gesehen hatten.

Ich darf wohl im Namen aller Schüler/innen, die dieses Stück gesehen haben, sagen, dass dieser Programmpunkt ein fester Bestandteil der Auswahlmöglichkeiten für die Abschlussfahrt nach Berlin werden sollte, falls er es noch nicht war. Nach der Vorstellung bezogen schließlich auch die Letzten von uns ihre Zimmer und ließen den Abend entspannt ausklingen.

Donnerstag, 16.01.20

„Der frühe Vogel fängt den Wurm“. Nach diesem Motto wurden wir um 7.30 Uhr zum Frühstück aufgerufen. Natürlich passte dies keinem so recht, da Schlafmangel vorprogrammiert war, doch ein reichhaltiges Frühstück entschädigte uns für diese Mühen und bereitete uns gleichzeitig auf einen Tag voller Programm vor.

1.Programmpunkt: Besuch der Ausstellung „Topographie des Terrors“

Es handelte sich dabei um eine Ausstellung, die sich mit den grausamen Verbrechen der Nationalsozialisten auseinandersetzte. Bilder mit Textunterschriften ließen die Besucher realisieren, wie kaltblütig die Menschen zu dieser Zeit waren und dass so etwas nicht noch einmal geschehen darf.

2. Programmpunkt: Gespräch mit Sabine Poschmann

Nach einer Stunde machten wir uns auf den Weg zum Paul-Löbe-Haus, um ein Gespräch mit der Bundestagsabgeordneten der SPD Sabine Poschmann zu führen. Das Gespräch war sehr interessant und informativ, da es zum einen brisante politische Themen enthielt und zum anderen sehr locker war, weil keine Fachsprache gesprochen und keine Fachausdrücke benutzt wurden. Auf „Deutsch“ gesagt: Man konnte sich mit Frau Poschmann schlicht weg normal unterhalten und hatte keine Wortfragen, welche im Fachjargon der Politik wohl nicht all zu ungewöhnlich sind.

3. Programmpunkt: Plenarsitzung mit anschließender Kuppelbesichtigung

Auf das Gespräch folgte eine einstündige Plenarsitzung, wobei diese nicht ganz so verlief, wie wir es uns erhofften, da 40 Minuten lang nur Vizepräsident und Gremien gewählt wurden und es keine sachlichen Diskussionen gab. Allerdings war es doch recht spannend, die Gesichter aus dem Fernsehen und Internet so hautnah zu sehen. Die darauffolgende Kuppelbesichtigung genossen wir wohl alle, da man Berlin bei Sonnenuntergang überblicken konnte und die Aussicht doch recht beeindruckend war.

Drei Stunden Freizeit gaben uns bis 20 Uhr Freiraum, Berlin selbst zu erkunden und uns dann wieder zu einem abschließenden gemeinsamen Essen zusammenzufinden. Im Grunde genommen war dies der informativste Tag und fühlte sich trotzdem wie der letzte an, da alle wussten: Morgen gehtˋs wieder nachhause!

Freitag, 17.01.20

Der Tag begann mit einem entspannten Frühstück unmittelbar vor unserer Zimmerabnahme, weshalb einige von uns ein wenig gestresst ihre Zimmer aufräumten. Andere hingegen saßen noch ein Stündchen vor dem Fernseher und wieder andere gingen noch etwas essen.

Nach Abnahme der Zimmer blieb uns noch einiges an Zeit, weswegen alle versuchten die Zeit totzuschlagen und nur darauf warteten, ihre Koffer zu holen und zum Bahnhof zu laufen. Viel mehr ist zu diesem Tag dann auch gar nicht mehr zu sagen.

Letztendlich hatten wohl alle Schüler und Lehrer ihren Spaß auf dieser Fahrt und sind auf ihre Kosten gekommen.

Außerdem ist Berlin immer eine Reise wert!

Geschrieben von Hendrik Biermann, Q2

Klassenfahrt zum Möhnesee

In der zweiten Schulwoche fuhr die 6c mit den Klassen 6a und 6d an den Möhnesee im Kreis-Soest.

Am Montag standen wir alle aufgeregt vor der Schule, die Klassen versammelten sich in Gruppen, vor uns: ein schicker Doppeldecker Bus. Zwei nette Herren haben unsere Koffer in den Gepäckraum verstaut. Dann ging es auch schon direkt los. Wir haben uns alle nochmal verabschiedet und sind gemeinsam mit Herrn Neuhaus, Herrn Fischer, Frau Borgmann-Leschke, Frau Schwegler und Frau Leilich losgefahren. Wir sind ungefähr eine halbe Stunde zur Jugendherberge gefahren. Die Fahrt verlief sehr gut. Als wir an der Jugendherberge angekommen waren, meldete ein Lehrer die Klassen an, während die anderen Klassen am Bus warteten.

Wir hatten einen schönen Blick auf den Möhnesee. Als dann Herr Neuhaus aus der Jugendherberge kam, haben wir die Schlüssel für unsere Zimmer bekommen. Die 6C hatte ihre Zimmer im Dachgeschoss. Wir konnten nun alle einmal unsere Zimmer angucken, bezogen unsere Betten und verstauten schnell unser Gepäck. Dann ging es runter zum Mittagessen. Wir alle hatten schon großen Hunger. Wir setzten uns an verschiedene Tische und konnten uns etwas zu essen holen. An einer Theke wurde uns ein Teller mit einem warmen Gericht zubereitet, zusätzlich gab es noch einen frischen Salat.

In der Woche haben wir viel unternommen. Am Dienstag wurden wir von einem Van abgeholt und zu einer Kletterwand am gegenüberliegendem Ufer gefahren. Den ganzen Nachmittag konnten wir klettern. Uns hat es viel Spaß gemacht. Am späten Nachmittag mussten wir die ganze Strecke zur Jugendherberge zu Fuß zurücklegen, was ungefähr zwei Stunden dauerte. Wir waren so aus der Puste als wir ankamen und gleichzeitig froh, dass wir es geschafft hatten. Am Abend gab es noch für alle Klassen eine Disko. Spät ging es dann erst ins Bett.

Mittwoch bauten wir ein Floß. Wir wurden in verschiedene Teams aufgeteilt. Es war ein Floßbau-Wettbewerb: Es gab Punkte für das Bauen und Fahren auf dem Wasser, das Aussehen und vieles mehr. Das Team mit den meisten Punkten gewann das Spiel. Wir konnten für den Bau unseres Floßes Holzbalken, Röhren und zum Befestigen Seile verwenden. Als alle fertig waren mit dem Floßbau, bekamen wir Paddel und Schwimmwesten. Auf Rollen brachten wir unsere Flöße zum Ufer. Von dort ging es langsam auf das Wasser, dann stiegen wir vorsichtig auf die Flöße. Wir hatten die Aufgabe, um die Wette bis zu einem Steg zu paddeln, also ging es los, als unser Teamer das Startzeichen gab. Alle kämpften um den ersten Platz.

Schlussendlich gewann das Team mit dem Namen „Das flotte Floß.“ Alle waren außer Puste und das Wasser war eiskalt, was einige beim unfreiwilligen Bad bestätigen konnten. Am Ende war auch „Das flotte Floß“ der Gesamtsieger.

Am Abend gab es noch eine Nachtwanderung durch einen Teil des Arnsberger Waldes. Mit unseren Taschenlampen gewappnet ging es in Zweiergruppen los. Schon am Anfang machten wir eine Mutprobe. Wir mussten ein kleines Stück am Waldanfang alleine oder zu zweit durchqueren. Der Weg war nur mit Leuchtstäben ausgezeichnet. Zurück in unseren Zimmern schliefen wir, total erledigt, sofort ein.

Am Donnerstag hatten wir zum ersten Mal Freizeit und konnten auf dem Hof spielen oder durften uns im Gebäude aufhalten. Am Nachmittag machten wir einen Ausflug in den gegenüberliegenden Park. Dort gab es ein Volleyballfeld, einen Parkour und eine Wiese, von auf der man einen guten Blick auf den See hatte. Am Abend ging es dann wieder zur Jugendherberge.

Der größte Teil der Klasse hatte schon die Koffer oder Taschen gepackt, denn am nächsten Tag ging es ja wieder nach Hause.

Am nächsten Tag waren wir alle froh und haben uns gefreut, dass wir bald unsere Eltern wieder sehen würden. Wir frühstückten und gingen nach oben, dann hieß es nur noch Zimmer aufräumen, fegen, Müll rausbringen und ab in den Bus. Die Fahrt ging ziemlich schnell, ganz ohne Stau. Dann, als wir da waren, sind wir alle in die Arme von unseren Eltern gesprungen.

Klassenfahrt nach Hamburg

Klassenfahrt HH

Wir, die Klasse 9D, sind vom 08.07. bis zum 11.07.2019 mit Frau Reichert und Herrn Neuhaus mit der Bahn nach Hamburg gefahren. Dabei haben wir in einem Hostel am Hamburger Hauptbahnhof übernachtet.

,,Was wird wohl auf der Klassenfahrt der 9D in Hamburg passieren?“ – Das haben sich bestimmt nicht nur einige Lehrerinnen und Lehrer gefragt und hier kommt die Antwort:

Klassenfahrt HH

Nach der dreieinhalb stündigen Anreise und dem Beziehen der Zimmer am Montag ging das Abenteuer Hamburg auch schon los. Zuallererst wurden wir von einem Reiseleiter zu verschiedenen, bekannten Orten in Hamburg, wie dem Rathaus, dem Jungfernstieg, den Landungsbrücken, der Speicherstadt und noch vielen anderen geführt. Anschließend haben wir den Elbstrand besucht, wo bei kühlen Temperaturen nur die Mutigsten schwimmen gegangen sind und der Rest der Klasse sich ausgeruht und etwas getrunken hat. Nach dem Aufenthalt ging es schließlich mit einem langen Fußmarsch und etwas verfroren wieder ins Hostel zurück.

Am Dienstag haben wir nach dem Frühstück eine Hafenrundfahrt gemacht, wobei wir vieles Interessantes zu hören und zu sehen bekommen haben. Nach einer kleinen Stärkung besichtigten wir das Miniatur-Wunderland. Dem zweistündigen Aufenthalt dort schloss sich das gemeinsame Abendessen mit den Klassen 9A und 9C im italienischen Restaurant Andronaco an. Zum Abschluss des Tages haben wir uns die Wasserlichtspiele im Park Planten un Blomen angesehen.

Klassenfahrt HH

Am Mittwoch, der Tag vor der Abreise, haben wir uns Hamburg von oben angesehen – nämlich von der Plaza Elbphilhamonie, von wo aus man einen unglaublich schönen Blick über Hamburg hat. Anschließend sind wir durch den alten Elbtunnel gegangen, der unter der Elbe entlang führt. Und dann ging es hoch hinaus: Wir sind ganze 452 Stufen auf den Michael hinaufgestiegen, um die atemberaubende Aussicht vom Glockenturm der St. Michaelis Hauptkirche zu genießen. Zum Schluss der Klassenfahrt haben wir im Restaurant Schwerelos gemeinsam zu Abend gegessen.

Nun sind wir wieder zu Hause. Ich denke, dass uns diese Abschlussfahrt auf jeden Fall in schöner Erinnerung bleiben wird!

Studienfahrt nach Brüssel 2019

Am 02.07.2019 machten wir, mehrere Mitglieder der SoWi- und Geschichtskurse der Q1,  uns auf den Weg zur Studienfahrt nach Brüssel, die vom Auslandsinstitut mitorganisiert wurde. Schon um 14 Uhr starteten wir unsere Einführung in das europäische Regierungssystem mit einer österreichischen Gruppe im Europäischen Parlament. 

Nach einem typisch belgischen Mittagssnack – den belgischen Pommes Frites – machten wir eine thematische Städtetour durch Brüssel und schauten uns nicht nur die typischen Sehenswürdigkeiten wie das Atomium an, sondern auch gängige Wohnhäuser, die alle noch im belgischen Jugendstil gebaut sind. Gegen 19 Uhr konnten wir endlich im Hotel einchecken und uns mit einem leckeren Abendessen belohnen. Den restlichen Abend gab es Zeit zur individuellen Beschäftigung.

Am Mittwoch war das Programm genauso gut gefüllt: vom Haus der europäischen Geschichte ging es in den Rat der Europäischen Union, wo wir im echten Konferenzraum eines Ministeriums saßen und mit einem Vertreter des Rates über das Verhältnis zwischen Europa und den Mitgliedsstaaten sprachen. Von dort aus spazierten wir direkt in das ARD-Studio von Brüssel, welches zwar klein war, jedoch durch den Journalisten Ralph Sina mit reichlich Fakten der aktuellen Situation zur Wahl zur Kommissions-Präsidentschaft in der EU begleitet wurde. Natürlich wurde auch ein grünes Tuch vor dem Greenscreen getestet und der Versuch, leicht durchsichtig zu werden, gelang in der Tat. Ab 17 Uhr gab es dann den Rest des Abends Freizeit, in der wir uns die Innenstadt Brüssels nochmal anschauen und bestaunen konnten. Dabei waren die Katharinenkirche, der Grand Place und das Manneken Pis ein „must-see“.

Nach dem Auschecken und der Freizeit am Morgen ging es in den Teil der Fahrt mit dem größten Praxisbezug – in das Parlamentarium. Dort wurden wir einer der vier größten Fraktionen des Parlaments zugeteilt, mussten uns als Mitglieder der Parteien informieren und Aktionspläne für die Einführung von Mikrochips erstellen oder Lösungen beim Einsparen von Wasser durch Kompromisse mit den anderen Parteien finden. Am Schluss fehlte nur noch, dass der Rat der europäischen Union unserem Plan zustimmt. 

Erschöpft aber zufrieden setzten wir uns gegen 16 Uhr in den Bus und genossen eine ruhige, von Schlaf erfüllte, Heimreise. Unser Dank geht an unsere begleitenden Lehrer: Frau Dr. Stahlberg und Herrn Tim Neuhaus als Organisatorin und an die Vertreter der Auslandsgesellschaft, die diese EU-Reise erst möglich gemacht haben.