Das Abitur eingetütet…

Am 20.06. endete die Schulzeit für 140 Abiturientinnen und Abiturienten des GADSA wie sie begonnen hat: Mit einer Schultüte voller Überraschungen.

Rituale helfen Abschied zu nehmen . Rituale helfen etwas Neues zu beginnen. Viele der geliebten Rituale blieben diesem Abiturjahrgang verwehrt. Einen der höchsten Feiertage für unser Schulleben allerdings, wollten wir uns nicht nehmen lassen. Bedroht durch „Coronos“, den Bösewicht sollte die Zeugnisverleihung nicht stattfinden. Doch viele mutige Helden rund um Captain GADSA und Ironhörman setzten sich für die Zeugnisvergabe ein und besorgten nicht nur die notwendigen Stempel, sondern bauten auch die Sporthalle in einen Festsaal um.

Dank dieser Hilfe konnte die Schulleiterin Frau Levin den Absolventinnen und Absolventen im Beethoven-Jahr zu dem „großen Wurf“ aus der Ode an die Freude gratulieren und ein Plädoyer für Freude und Mut halten. Die Jahrgangsstufenleitung Frau Borgmann-Leschke und Herr Tillmanns erinnert mithilfe von Grundschülern nochmals an die Anfänge als man glaubte, dass man „das Abitur nach 20 Jahren bekommt“ .

Nach dem Motto „Mit dem Abi in den Händen werden Helden zu Legenden“ fanden die neuen Ex-Schülerinnen und Ex-Schüler unter ihren Stühlen eine Überraschungstüte mit ihrem Abiturzeugnis, die sie sich nun nach all den Jahren wohl verdient hatten.

Wir gratulieren nochmals ganz herzlich und bedanken uns bei allen fleißigen Heldinnen und Helden dafür, dass zumindest dieser Feiertag stattfinden konnte.

Begrüßungsnachmittag 5er

Wie vieles Andere auch, so war auch der traditionelle Begrüßungsnachmittag der neuen Schülerinnen und Schüler des GADSA in diesem Jahr anders.

Hygienekonzept, Mundnasenschutz und Abstand – auch unter diesen besonderen Bedingungen empfing das GADSA die Neuen am letzten Montag – und Dienstagnachmittag auf dem Schulhof. In zeitlichen Abständen und mit Trennschutz begrüßten die neuen Klassenlehrerinnen (Frau Schwengler, Frau Ostermann, Frau Janning, Frau Klumpe und Frau Menzebach) und der neue Klassenlehrer (Herr Schöttler) ihre zukünftigen Schülerinnen und Schüler bei strahlendem Sonnenschein auf dem Schulhof. Aber auch die Schulleitung, die Erprobungstufenkoordination, die Elternvertreter, die Schülervertretung, die Schülerfirma, die Übermittagsbetreuung und der Schulsozialarbeiter standen mit Rat und Tat zur Seite und beantworteten fast jede Frage. 

So lässt es sich nun für die zukünftigen Schülerinnen und Schüler beruhigt in die Sommerferien gehen und mit Freude auf den Neustart am GADSA zu warten.

Wir wünschen allen bis dahin eine gute Ferienzeit!

Begr1

Gustav bei Instagram

Hallo meine Lieben,

ich bin es, Gustav, euer Schulgeist! In den letzten Wochen und Monaten war so wenig in unserer Schule los, dass ich die Zeit genutzt habe, um unser Internetkabel der Schule anzuzapfen. Naja, wenn man das überhaupt Kabel nennen kann…

Es hat aber geklappt und ab sofort habe ich im Keller vom GADSA Internet. Mein altes Modem brauchte ich auch gar nicht mehr. Herr Deck und Herr Müller haben mir hier einen PC mit Internetzugang eingerichtet und versprochen, dass auch ich bald ans Glasfasernetz angeschlossen werden.

Warum ich euch das erzähle? Ich habe direkt mal den Facebook und Instagram Account der Schule gekapert und halte euch ab sofort auf diesen Kanälen auf dem Laufenden. Es gibt Neuigkeiten aus dem Schulleben, Eindrücke und Fotos aus dem GADSA und natürlich auch weitere Informationen!

Jetzt ist ja Sachlichkeit nicht unbedingt meine Stärke, daher kommentiere ich das Ganze natürlich auch…

Das was jetzt kommt, wollte ich schon immer mal sagen: Folgt mir auf Instagram und Facebook!

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Ideeller Wert der Stipendien steht im Fokus

Das Interview wurde von Herrn Töpel von der FH Dortmund durchgeführt.

Fabian Bohl ist seit 2017 Ansprechpartner für die Oberstufe des Gymnasiums an der Schweizer Allee in allen Fragen zu Stipendien. Wir haben mit ihm darüber gesprochen, welche Bedeutung das GADSA dem Thema Stipendien zumisst und mit welchen Anliegen Schüler*innen in seine Sprechstunden kommen. 

Herr Bohl, wie findet am GADSA Stipendienberatung statt? 

Einmal im Schuljahr findet eine Informationsveranstaltung der Studienstiftung des deutschen Volkes statt, bei der zwei Botschafter interessierte Schülerinnen und Schüler der Q1 und Q2 informieren – einer der beiden hat bei uns sein Abitur gemacht. Sie machen den Schüler*innen klar, dass es beim Stipendium nicht nur um eine materielle, sondern auch um eine ideelle Förderung geht, dass man ein Netzwerk aufbaut, über den Tellerrand blickt. Ich selbst werden bei den Stufenversammlungen als Ansprechpartner für Stipendien eingeführt und biete eine Sprechstunde an; meine Kollegin Frau Zablewski berät in der Unterstufe zum Thema Schülerakademien. 

Liegt der Stipendienarbeit am GADSA eine bestimmte Philosophie zugrunde? 

Unser Konzept ist „Fördern und Fordern“: Wir fordern von den potenziellen Stipendiat*innen einerseits gewisse Leistungen, andererseits fördern wir aber auch gesellschaftliches Engagement und die Motivation, sich fortzubilden. Engagierte junge Leute verdienen Anerkennung, auch das kann ein Stipendium leisten. Zudem fördern wir speziell auch Schüler*innen mit Migrationshintergrund; wir haben ganz tolle Schüler*innen beispielsweise aus Syrien, die binnen kürzester Zeit Deutsch gelernt haben und sich durch Texte von Kant und Hobbes arbeiten; Stipendien sind hier ein Baustein für gelebte Integration. 

Wie werden die Angebote bei den Schüler*innen angenommen und mit welcher Motivation kommen sie in ihre Beratungen? 

Es ist uns gelungen, bei den Schüler*innen eine gewisse thematische Sensibilität zu entwickeln, immer mehr sprechen mich von sich aus an. Tatsächlich sind sie sehr am ideellen Wert der Stipendien interessiert, vor allem an den sozialen Aspekten: Sie möchten sich mit Gleichgesinnten austauschen, Lerngruppen bilden. Wir überlegen dann, welches Stipendium das richtige ist. Aber ich möchte das auch nicht idealisieren: Es sind junge Leute, die aktuell noch zu Hause leben und die natürlich auch für die materielle Förderung dankbar sein werden, wenn sie beispielsweise ein Studium aufnehmen. 

Beraten Sie auch Schüler*innen, für die das Themen Bildungsaufstieg eine besondere Relevanz hat? 

In jedem Fall. Wir nehmen dann vor allem Stipendien in den Blick, die sich an jene richten, die beispielsweise familiär über nicht so viel Geld verfügen. Wir achten dann auch darauf, das Thema diskret zu behandeln. Neben der finanziellen Förderung geht es auch hier darum, den Schülerinnen und Schülern Anerkennung zuteil werden zu lassen. Im Übrigen kommt es regelmäßig auch zu 

Synergien mit dem TalentScouting – ich stehe über unseren Studien- und Berufswahlkoordinator Matthias Labs im Austausch mit TalentScout Sonja Hunscha. 

Gibt es – themenunabhängig – bestimmte Schüler*innen, die Ihnen besonders im Hinterkopf geblieben sind? 

Ich hatte einen Schüler mit Migrationshintergrund, der sich um ein Stipendium bei einer Privatuni beworben hat. Ich weiß nicht, wie viele Nachmittage wir zusammengesessen haben. Wir sind tief in die Biographie des Schülers eingetaucht und haben überlegt, welche Vorteile, Alleinstellungsmerkmale und Charakteristika er aufgrund seiner persönlichen Geschichte mitbringt. Er war unglaublich engagiert und hat am Ende auch das Stipendium bekommen. Auch für uns als Fördernde ist es in diesen Situationen schön zu sehen, dass unsere Arbeit ankommt und dass wir Wertschätzung und Dankbarkeit zurückbekommen. 

Haben Sie im Kontext der Beratung bestimmte Themen, die Sie in der Zukunft einführen bzw. ausbauen möchten? 

Ein Dauerthema bleibt es, das Thema Stipendien in den Köpfen der Schüler*innen zu verankern. Schön wäre es, wenn wir neben der Studienstiftung Botschafter weitere Stipendienwerke mit Botschaftern an die Schule holen könnten – allerdings sind wir zur Neutralität verpflichtet und müssten im politischen und konfessionellen Bereich das gesamte Spektrum abdecken, was schwierig ist. Schließlich denke ich über digitale Lösungen nach, die es Kolleg*innen beispielsweise ermöglicht, geeignete Kandidat*innen in strukturierte Listen einzutragen. Auch in der Beratung gewinnen digitale Formate an Bedeutung, zumal seit Beginn der Corona-Krise. Hier ist noch viel möglich! 

stellvertretende Klassenleitung 5B, Fachvorsitz Latein, ProsA, Stipendien

Profilbild von Nicole Zablewski

Klassenleitung 7F, Assistentin der Erprobungsstufenkoordination, ProsA, Literaturwettbewerb