Eine besondere Videokonferenz

In der Unterrichtsreihe „5G-Netzausbau in Deutschland – Mit oder ohne Huawei?“ im Themenbereich „Globale Strukturen und Prozesse“ hatten die Schülerinnen und Schüler des SW GK in der Q2 bei Herrn Labs die Möglichkeit, ihre Fragen im Rahmen eines Videointerviews direkt an zwei ausgewiesene Experten mit verschiedenen Betrachtungsweisen zu stellen. Vero Rabin hat dies in einem Bericht zusammengefasst:

Der Q2 Sozialwissenschafts-Grundkurs von Herrn Labs hat am 22.01.2021 eine ganz besondere Videokonferenz gehabt. Wir bearbeiteten gerade das Thema “Huawei als 5G-Ausrüster in Deutschland” und da hat der Herr Labs einfach mal ein paar Leute angeschrieben, die mit diesem Thema sehr verbunden sind, aber verschiedene Meinungen vertreten. So wurde unser Kurs schließlich darauf vorbereitet, Fragen an den Pressesprecher Huaweis in Deutschland Herrn Patrick Berger und den Direktor des Thinktanks Global Public Policy Institute in Berlin Herrn Thorsten Benner zu formulieren. 

Herr Berger vertritt natürlich die Interessen Huaweis in dieser Fragestellung, wohingegen sich Herr Benner als deutlicher Huaweikritiker in den Medien positioniert hat. 

Als dann die beiden Experten zu unserer Videokonferenz zugeschaltet wurden, stellten zwei 

von uns eine Auswahl unserer Fragen, die sich durch die verschiedenen Positionen der Gäste zu einer hitzigen Diskussion entwickelten, aus der wir als Kurs sehr viel lernen konnten. 

Vielen Dank an alle, die das ermöglicht haben, herzlichen Dank an Herrn Berger und Herrn Benner und an die beiden “Moderatoren”!

Es hat Spaß gemacht, diesem Diskurs zu folgen und sich mit diesen bekannten Menschen direkt austauschen zu können.

Veronica Rabin, Q2

Verabschiedung unserer Kolleginnen in den Ruhestand

Mit unseren beiden Kolleginnen Gerburg Thiel und Maria Wilhelm gehen 73 Jahre Leherinnentätigkeit, Erfahrung, Fachkompetenz und Fürsorge für Schülerinnen und Schüler in den Ruhestand – Ihre Erfahrung, Ihre Expertise werden uns fehlen.

Frau Wilhelm hat an unserer Schule seit Sommer 1984 Mathematik und Physik unterrichtet, Frau Thiel seit dieser Zeit Deutsch und katholische Religion und seit 1991 Latein.

„Doppelt lebt, wer durch Vergangenes genießt“, sagt der römische Dichter Martial und in diesen 73 Jahren Vergangenheit haben unsere beiden Kolleginnen vieles erlebt und könnten unfassbar viel darüber erzählen. Beide Lehrerinnen haben sich immer durch großes pädagogisches Engagement, Beharrlichkeit und Einsatz für ihre Fächer und ihre Schule ausgezeichnet. Z.B. waren beide Kolleginnen SV-Lehrerinnen, beide haben den mehr als 25 Jahre andauernden Austausch mit unserer polnischen Partnerschule in Wroclaw engagiert begleitet und unterstützt und und …

Ihre Erfahrung und ihre Expertise werden künftig sicher nicht nur in ihren Fachkonferenzen vermisst.

Wir als Schule bedanken uns für die erfolgreiche Arbeit unserer Kolleginnen und wünschen den beiden alles alles Gute für die Zeit nach der Pensionierung.

Frau Wilhelm sollte, wegen ihrer Liebe zur Wissenschaft – namentlich zur Physik, als Marie (Wilhelm) Curie in unsere Schulmemoiren eingehen

und Frau Thiel bleibt uns vergleichbar mit jener berühmten römischen Cornelia, eine der bedeutenden Frauen (um 190-100 v. Chr.), die sich durch Bildung und Anspruch, durch ambitionierte Erziehungsziele persönliches Renommee erwarb.

Für Marie und Cornelia,

heißt für Frau Wilhelm und Frau Thiel die allerbesten Wünsche

Ihr Gymnasium an der Schweizer Allee

Projektkurs Kunst

Die Teilnehmer des Projektkurses Kunst von Frau Bödege hatten ungefähr ein halbes Jahr Zeit, um eigene Projekte zu kreieren. Danach wurde an einer gemeinsamen Ausstellung gearbeitet, welche die kreativen Ergebnisse der Teilnehmer zur Schau stellen sollte. Diese Ausstellung findet normalerweise in selbstständig organisierten Räumlichkeiten über den Zeitraum eines Wochenendes statt.

So lautet zumindest der normale Prozess des Projektkurses Kunst am Gymnasium an der Schweizer Allee. Nun kam unserem Jahrgang nun mal eine Kleinigkeit dazwischen. Eine Kleinigkeit, die eigentlich gar nicht so klein ist und den Namen „COVID-19“ trägt. Seit einem Jahr bestimmt dieser Virus nun unser Leben und so musste auch unser Kurs von dem ursprünglichen Plan einer normalen Ausstellung abweichen und stattdessen eine Art digitale Ausstellung schaffen. Die Website mag einer normalen Ausstellung vielleicht nicht gleich kommen, doch wir hoffen, dass Sie und ihr unsere Projekte auf eine ähnliche Weise anschauen und nachempfinden können.

Zur Website

Digitaler Weihnachtsgruß

Das Video ist nur für die Mitglieder der Schulgemeinschaft und wird daher durch ein Passwort geschützt.

Wir wünschen Ihnen und Euch viel Freude beim Anschauen und hoffen, dass unser Server dem Andrang standhält, falls nicht, setzen wir auf Ihre und Eure Geduld und Verständnis.

Vielen Dank!

ZUM VIDEO

Über eine Rückmeldung freuen wir uns an oeffentlichkeitsarbeit@schweizer-allee.de

Maskenspende

Am 8. Dezember besuchten uns Vertreter der NORDWEST Handel AG zur Übergabe von 2000 kostenlosen Masken für unsere Schulgemeinschaft. Im Sinne der Nachhaltigkeit wurde dabei bewusst auf Einmal-Masken verzichtet und wasch-/kochbare Hygienestoffmasken überreicht.

Die Masken funktionieren zudem für alle Personen, ob mit oder ohne Kopfbedeckung, da sie sich variabel binden lassen und auf einen Gummizug verzichten.

Das Gymnasium an der Schweizer Allee bedankt sich ganz herzlich für die Spende!

Dreharbeiten am GADSA

Am Dienstag besuchte ein Filmteam des WDR die Klasse 9C, um die Pilotphase eines neuen Projektes zu begleiten. Um was geht es da?

Ein Schülervater, Mitglied des Technik-Vereins UN-Hack-Bar aus Unna, hatte einen selbst entwickelten Bausatz für eine Kohlenstoffdioxid-Ampel vorgestellt.

Dieses Gerät kann die Konzentration des Gases CO2 in der Raumluft messen und bei vorgegebenen Grenzwerten ein optisches Signal geben.

Schon vor 10 Jahren hat die Jugend forscht-AG im Rahmen eines Wettbewerbes nachgewiesen, dass es einen Zusammenhang zwischen dem Raumklima und der Arbeitsfähigkeit im Unterricht gibt. „Daran können wir jetzt direkt anschließen“, sagt Helmut Hartel, der als pensionierter Lehrer das damalige Projekt betreut hat und heute noch die Technik-AG leitet. „Das Umweltbundesamt empfiehlt gründliches Lüften ab einer Konzentration von etwa 800 ppm. Diesen Wert haben wir in den ersten Versuchen schon nach einigen Minuten erreicht.“

Eine besondere Bedeutung kann das neue Warngerät im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie haben. Im Moment gibt es landesweit fest vorgeschriebene Lüftungszeiten, die sich nicht an örtlichen Gegebenheiten orientieren. Justus Pinker, der als Gesundheitsbeauftragter das Projekt begleitet, hofft, dass das geändert werden kann: „Wir wissen, dass die Konzentration der Aerosole, die durch das Lüften entfernt werden sollen, mit der CO2-Konzentration verglichen werden kann. Mit dem Messgerät könnten wir vielleicht die Klassenräume bedarfsorientiert lüften.“ Nach den ersten Test deutet einiges darauf hin, dass das häufiger, aber viel kürzer der Fall wäre, als bislang vorgeschrieben. Schöne Vorstellung angesichts der vielen Zeitungsberichte über frierende Schülerinnen und Schüler in den ausgekühlten Klassen.

Till Buker, dessen Sohn den ersten Prototypen mit in die Schule gebracht hat, unterstützt die Schule dabei mit seinem Knowhow. Welche Grenzwerte sollen eingestellt werden? In welcher Form sollen die Messwerte angezeigt werden? Soll das Gerät piepsen oder nur leuchten? Wie montieren wir das Gerät? Für diese Fragen ist der Software-Trainer zuständig, der zusammen mit Hartel Schülerinnen und Schüler beim Bau anleiten wird. Denn ein wesentlicher Aspekt des Projektes ist es, dass die Geräte in der Schule selbst gebaut werden. So sind sie nicht nur deutlich günstiger als im Handel. Pinker sieht noch einen ganz anderen Mehrwert: „Im Moment schreiben wir in der Schule alles vor. Sogar, in welche Richtung die Schüler zur Toilette gehen und wann sie die Fenster öffnen sollen. Das ist eigentlich das Gegenteil von dem, was wir wollen. Selbstständigkeit sieht anders aus. Aber wenn wir gemeinsam Geräte bauen, die uns von festen Zeitvorgaben lösen können, übernehmen die Schüler wieder Verantwortung für die Tagesgestaltung und erleben Selbstwirksamkeit. Das ist zumindest ein erster Schritt.“

Ben, der von seinem Vater schon seit Jahren an technischen Basteielen beteiligt wird, griff am Dienstag vor laufender Kamera schon sehr versiert zum Lötkolben. Und auch Ansgar, der beim Zusammenbau des zweiten Gerätes half, glaubt, dass die Schüler diese Aufgabe meistern können: „Löten habe ich in der Schule gelernt. Das ist keine Zauberei, mit ein bisschen Übung kann das jeder.“

Im Moment wird noch an der Finanzierung gebastelt, wenn die steht, sind die Geräte an der Reihe.

Der Filmbeitrag ist ab Minute 7 hier zu sehen:

WDR Lokalzeit Dortmund 06.11.

Neue Bücher für die Bibliothek

neue Bücher

Dank unseres Fördervereins bekommen wir jedes Jahr die Möglichkeit, unsere Schülerbücherei mit aktuellen/neuen Büchern auszustatten.

Kürzlich haben wir eine große Bestellung bei einer lokalen Buchhandlung aufgegeben. Diese Bücher sind nun eingetroffen und stehen zum Ausleihen bereit. Ihr findet darunter z. B. tolle Geschichten von bekannten AutorInnen wie Paul Maar und Christine Nöstlinger. Auch für Fußballfans ist etwas dabei: die Buchreihe „Fußballprofi“ bestehend aus drei spannenden Bänden.

Kommt vorbei und gehört zu den ersten LeserInnen, die sich diese Bücher ausleihen!

Unsere Öffnungszeiten sind dienstags und mittwochs jeweils in der ersten großen Pause sowie donnerstags in der zweiten großen Pause.

GADSA für Nachhaltigkeit

Gewissermaßen durch Zufall sind wir auf den ¡Change School! Summit in Köln gestoßen. Ausschlaggebend war hier die globale Klimakrise, welche trotz des medialen Fokus auf Corona weiterhin Bestand hat. Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) als zentraler Bestandteil der Schulentwicklung sollte auf diesem Gipfel Gewicht finden: Für uns als Schule ist Nachhaltigkeit schon seit Längerem ein Begriff und der Gipfel somit eine große Chance, Anregungen und Instrumente zu erhalten und damit auch die zukunftsorientierte Entwicklung des GADSA weiterhin zu stärken. Jeweils 5-6 Mitglieder der Schulgemeinschaften (Lehrkräfte, Schüler*innen, Eltern…) von über 13 Schulen haben sich hierzu versammelt und gemeinsam mit Expert*innen (u.a. mit Vertreter*innen des renommierten Wuppertal Instituts und der NGO Germanwatch) in unterschiedlichen Workshops an diversen Themen im regen Austausch gearbeitet. Alle voller Optimismus, die zukunftsfähige Entwicklung der Schul- und Bildungslandschaft – im Sinne regionaler, nationaler, globaler Verantwortung – voranzutreiben.

Wie gelingt es, Schule zukunftsfähig zu gestalten? Wie können wir als Schulgemeinschaft unseren Handabdruck im Sinne der Nachhaltigkeit vergrößern? Wie können wir ein nachhaltiges Bewusstsein in unserer Schulgemeinschaft weiterhin fördern und uns in der Zusammenarbeit mit schulischen und außerschulischen Partnern weiterentwickeln, miteinander und voneinander lernen?  – waren zentrale Fragestellungen, die in den verschiedenen Workshops thematisiert wurden. Dabei kamen wir mit den anderen Teilnehmenden über unterschiedliche Projekte in den Austausch. Aus einer breiten Palette an angebotenen Workshops entschieden wir uns dabei u. a. für Folgende:

  • Videokonferenzen mit Schüler*innen und Lehrkräften von Schulen aus Nigeria (Hauwa’u Memorial International School, Kaduna International School) und Kolumbien (Colegio Fervan, Bogotá)

→ Hier gab es einen Austausch zu bereits implementierten Projekten zum Thema Nachhaltigkeit und Klimaschutz (Baumpflanzungs-Projekte in Kolumbien und Nigeria; Schulbauernhof, Regenwassernutzungs-Projekt in Kolumbien). Die Schilderungen und Bilder der Teilnehmenden aus Kolumbien und Nigeria zu den dort im Lebensalltag spürbaren Konsequenzen der Klimakrise und nicht nachhaltiger Strukturen (Dürren, Waldrodung, Bedrohung der Artenvielfalt) lösten in uns Betroffenheit aus. Der Perspektivwechsel und die Vielfalt der präsentierten Projekte, die dort unter Beteiligung von Schüler*innen, Lehrkräften und Eltern als Gemeinschaft durchgeführt werden, waren eine echte Inspiration und zeigten uns, dass wir im Austausch mit anderen Ländern viel lernen können – und dies als Europaschule mit unseren Partnern bereits in vielfältiger Weise tun. 

  • Debatte um die Begrifflichkeiten Wohlstand und Gutes Leben

→ Zentral war hier zu überlegen, was denn eigentlich “Entwicklung” und “Unterentwicklung” ausmache. Wir stellten fest, dass die westliche Welt den Wohlstand und das “Gute Leben” spiegelt, wobei – je nach Definition – auch in Industriestaaten wie Deutschland dringender Handlungsbedarf besteht. So klafft auch hier die Schere zwischen Reichtum und Armut immer weiter auseinander und auch die Klimapolitik sowie Diskussionen um Gleichberechtigung weisen enormen Optimierungsbedarf auf. Wir stellten fest, dass es wichtig ist, das Selbstbewusstsein des Einzelnen zu stärken, damit ein reflektiertes Fremdbewusstsein und damit das Streben nach einem globalem Wohlstand und einem guten Leben für alle möglich wird.

  • “Handprint” vergrößern und “Footprint” verringern 

→ Hier nahmen wir mit, dass wir als Gesellschaft durch unser Handeln Einfluss auf eine nachhaltige Entwicklung und den Klimaschutz nehmen können. Dabei wurde unser Blickwinkel insofern umgekehrt, als dass es nun nicht lediglich darum ginge, den ökologischen Fußabdruck zu verringern, sondern zugleich den sog. Handabdruck für unser gesellschaftliches und politisches Handeln zu vergrößern – z.B. durch umweltverträgliche Mobilität, nachhaltige Energienutzung, Ernährung oder unser Konsumverhalten. Nicht umsonst bekamen unsere großflächige Fahrradgarage sowie die eigene Fahrradwerkstatt schulübergreifende Anerkennung. Auch die Umwelt- und die Second-Hand AG tragen in diesem Sinne zum nachhaltigen Agieren am GADSA bei.

  • Mensa und Co. – Nachhaltige Ernährung für die Schule

→ Es steht außer Frage, dass eine gesunde Ernährung nicht nur unsere eigene Gesundheit unmittelbar beeinflusst, sondern auch die ökologische Umwelt. So ist es wichtig, auch in der Schule auf eine gesunde und nachhaltige Essenskultur zu setzen – Verpackungsmüll reduzieren, auf Regionalität und Saisonalität setzen sowie die Konzentration und das Wohlbefinden fördernden Lebensmittel in den Fokus des alltäglichen Schullebens rücken. Die Tatsache, dass die tägliche Nutzung von wiederverwendbaren Flaschen dank des allen zugänglichen Wasserspenders bei dem Großteil der Schülerschaft zur Normalität geworden ist – ähnlich wie die durch die SV verwaltete Pfandtonne – zeugen von einem bereits verankerten Umweltbewusstsein der Schulgemeinschaft des GADSAs.

Der Austausch in den Workshops, auf die wir uns als Schulgruppe durchdacht verteilten, machte uns deutlich, dass wir als Schule schon so Einiges erreicht haben und durch die Tatsache, dass BNE langsam Verankerung findet, sogar eine Vorreiterrolle übernehmen. Wir waren uns einig, dass die Schule als Verantwortungsträger für unsere – und dabei sprechen wir von allen Generationen – Zukunft fungiert und wir, wenn auch nur schrittweise, zu einem nachhaltigen (Um-)Denken beitragen. Die Gesellschaft muss wieder lernen, nicht gegen die Natur, sondern mit der Natur zu leben. Der ständige Gedanke, die natürlichen Grenzen immer schneller, besser, stärker überwinden zu können, ist ein westliches Absurdum: Was für viele das Ideal des “Guten Lebens” spiegelt, trägt gleichwohl zu einer schrittweisen Zerstörung dessen bei, wofür wir augenscheinlich kämpfen – Frieden, Gerechtigkeit, Nahrungssicherung und Gesundheit. Die Industrienationen müssen es schaffen, nachhaltiges Verhalten zum Standard werden zu lassen – wenn schon nicht für sich selbst, dann doch wenigstens für die Kinder und die Kinder unserer Kinder. 

Verfasst von Emil Pieper, Christopher Hannemann, Veronika Schwengler, Laura Leilich und Violetta Tsofnas