Reiseblog Auschwitz

Donnerstag, 20.02.20

Um 22 Uhr sind wir am GADSA losgefahren und am nächsten Morgen um 11 Uhr in Oświęcim angekommen.

Freitag, 21.02.2020

Diese Plakette ist das einzige Überbleibsel der originalen Austattung der Synagoge.

Unser erster Programmpunkt war der Besuch der Altstadt. Dort haben wir viel über die Geschichte der Stadt vor der NS-Zeit erfahren wie zum Beispiel, dass im Mittelalter 60% der Bevölkerung jüdisch war – heute gibt es hier keine Juden mehr.

In der NS-Zeit wurden alle Synagogen bis auf eine zerstört, welche dann zur Waffenlagerung gedient hat. Heute hatten wir die Möglichkeit, die Synagoge innerhalb des Museums zu besichtigen.

Samstag, 22.02.20

Heute haben wir das Stammlager Auschwitz besucht. Vormittags hatten wir eine Gruppenführung mit Guides und nachmittags durften wir individuell das Lager in Kleingruppen besichtigen.

„The Book of Names“ in der Ausstellung „Shoa“ des Yad-Vaschem-Instituts

Während der Gruppenführung haben wir einige Blöcke mit verschiedenen historischen Funktionen angesehen, und die Guides konnten uns viele Einblicke in die individuellen Lebensbedingungen der Häftlinge ermöglichen.

Am Nachmittag konnten wir die Nationalausstellungen von verschiedenen Ländern, wie zum Beispiel Polen oder Frankreich, besuchen, welche die Geschichte aus der individuellen Perspektive der Länder darstellen. Darüber hinaus gibt eine wechselnde Sonderaustellung, die momentan das Sonderkommando thematisiert. Diese löste intensive, individuelle und persönliche Eindrücke in uns aus.

Sonntag, 23.02.20

Heute waren wir im Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau. Im Vergleich zu gestern war das Lager nicht museumsartig aufgebaut, sondern im Originalzustand oder in diesem Stil rekonstruiert. Außerdem war das Gelände viel größer.

Dort haben wir Frauen-/Kinder- und Männerbaracken und auch Ruinen der Gaskammern und Krematorien angesehen, sowie die so genannte „Sauna“, wo die Menschen registriert wurden.

Unser Abschiedsgeschenk an die Opfer des Holocaust

Schülerinnen und Schüler von unserer Gruppe haben einen Abschied aus Auschwitz geplant, den wir in Gedenken an die Opfer an einer Gedenkstätte an einem Wagon an der „Alten Rampe“ in Oświęcim gehalten haben. Dort haben wir Blumen und Steine auf einen alten Transportwagon gelegt und eine Geschichte über Waisenkinder und ihren Weg nach Auschwitz gehört.

Danach hatten wir in Krakow ein eindrucksvolles Zeitzeugen-Gespräch mit Rena Rach, die während des Zweiten Weltkriegs im Krakower Ghetto geboren wurde. Von dort flüchtete die Mutter mit Rena. Sie erzählte von ihrer individuellen Geschichte und davon, wie sie die Ausmaße des Zweiten Weltkrieges und dessen Folgen miterlebt hat. Am Ende konnten wir ihr noch einige Fragen zu ihren heutigen Einstellungen, ihrem Leben und weiteren Aspekten ihrer Vergangenheit stellen.

Montag, 24.03.20

Die Marienkirche

Heute hatten wir zwei Stadtführungen in Krakow. Die erste fand im jüdischen Viertel Kazimierz statt, wo wir zum Beispiel eine orthodoxe und eine Reformsynagoge kennengelernt haben. Dort besuchten wir auch weitere bedeutende jüdische Orte, wie einen jüdischen Friedhof aus dem 16. Jahrhundert. Dieser ist sowohl für uns als Lernende als auch für die jüdische Glaubensgemeinschaft in Krakow von einzigartigem Wert.

Bei der zweiten Stadtführung besichtigten wir die Altstadt von Krakow mit der katholische Marienkirche und der ersten Universität in Polen.

Die Band KLEZMORIM TRIO beim Live-Konzert

Nach dem Abendessen im jüdischen Restaurant hatten wir noch ein Live-Konzert, bei dem klassische jüdische Musik gespielt und gesungen wurde. Unter dem Link könnt ihr einen eigenen Eindruck von der Musik und der Stimmung gewinnen.

Danach haben wir uns auf den Rückweg nach Dortmund gemacht.